Mietwagen auf Teneriffa
Wer günstig mietet, muss halt manchmal Schlange stehen!

Unsere erste Reise für unser neues Projekt! Am Vorabend unserer Abreise hatte ich noch einen Drehtermin in Norddeutschland, so dass ich erst spät nach Hause kam, noch viel zu erledigen hatte und entsprechend wenig Zeit zum Packen.

Für die Kamera- und Ton-Technik hatten wir bereits einen kompletten Handgepäck-Koffer und einen Rucksack dabei (zwei Videokameras, eine Fotokamera, zwei Mikrofone, Kopfhörer, Notebook, Tablet-Computer, jede Menge Ersatz-Akkus, Speicherkarten, externe Backup-Festplatte und einiges mehr…). Das Kamera-Stativ passte so gerade in den großen Koffer, in dem auch alle unsere Reisesachen Platz finden mussten. Unser wichtigstes Mitbringsel aus Deutschland war außer der Kamera-Technik allerdings ein Zettel mit 30 spannenden Fragen, die wir den deutschen Auswanderern stellen wollten.

Wir bekamen nur ca. 2 Std. Schlaf, denn der Flieger nach Teneriffa startete im bitterkalten Düsseldorf bereits um 6:00 Uhr morgens. Am Flughafen Teneriffa-Süd war unser Koffer zwar einer der ersten auf dem Förderband, aber die Schlange am Stand für unseren vorab im Internet gemieteten Mietwagen war bereits sehr lang. Komisch, bei den benachbarten Ständen war gar keine Schlange – waren hier die Mietwagen vielleicht doppelt so teuer? So dauerte es ca. 1,5 Stunden, bis wir unser Gefährt entgegennehmen konnten: ein Seat Ibiza, der leider nicht so schön bunt wie im Katalog des Vermieters aussah, sondern langweilig dunkelgrau. Aber egal, er fuhr sich nämlich bestens!

Mietwagen auf Teneriffa
Unser Mietwagen auf Teneriffa

Das Hotel in Puerto de la Cruz fanden wir dank mitgebrachtem Tablet mit Navi-Software problemlos, einen Parkplatz in einer der Seitenstraßen ebenfalls. Zunächst holten wir etwas Schlaf nach, bevor es zum Essen zu “Don Camillo” (Nähe Fischerhafen) ging: hervorragende Küche zu einem sehr reisekassenfreundlichen Preis! Das Steak war prima, und Pats riesige Riesengarnelen ebenfalls.

Hier besprachen wir auch nochmals die ersten anstehenden Drehtermine und wie wir uns den Ablauf vorstellen. Was werden das wohl für Menschen sein, die aus Deutschland nach Teneriffa ausgewandert sind, die wir in den nächsten Tagen kennenlernen werden? Sind sie glücklich in ihrer neuen Wahlheimat? Oder sehnen sie sich manchmal nach nasskalten Monaten in Deutschland zurück? (Dieser Gedanke war übrigens gar nicht so abwegig, wie wir gleich beim ersten Interview am nächsten Tag feststellen sollten.)

Da unser Hotel trotz versprochenem WLAN gerade kein Internet bieten konnte, suchten wir abends nach einer Bar oder einem Restaurant mit „WiFi“ (WLAN), um Mails abrufen zu können. Was in vielen Ländern (z.B. auch Thailand) zum guten Standard gehört, ist hier zumindest 2013 noch ziemlich unbekannt: kein Laden hat ein entsprechendes Schild und auch nach mehrmaligem Nachfragen ernteten wir nur Kopfschütteln.

Schließlich fanden wir ein Hotel, das uns freundlicherweise ihr WLAN benutzen ließ, nachdem wir informiert wurden, dass dies eigentlich nur für Hotelgäste (und nicht für Restaurant-Gäste) offen stand. Für unsere Arbeit ist ein Internet-Anschluss essentiell und so erlebten wir gleich am ersten Tag, wie schwierig es auch für Auswanderer sein kann, die anfängliche Infrastruktur herzustellen!